Montag, 04 April 2022 12:31

Berufliche und private Nutzung von Social Media

Präsident Trump twittert eine kontroverse Nachricht und versetzt einen Schlüsselmitarbeiter in ungezügelte Wut. Die Person reagiert in den sozialen Medien mit einer Flut emotional aufgeladener Bemerkungen. Dabei wird der virtuelle Streit vor einem ausgewählten Publikum ausgetragen, zu dem wertvolle Kunden, Partner und Interessenten gehören. Das Profil, dass der Mitarbeiter als politisches Megaphon nutzte, war privat. Aber im Laufe der Zeit hatte er soziale Kontakte zu vielen der einflussreichsten Personen des Unternehmens geknüpft. Wo liegt also die Grenze zwischen beruflicher und privater Nutzung von Social Media?

Social Media vs. Feierabend

Im Zeitalter der sozialen Medien haben Mitarbeiter nie wirklich Feierabend – besonders dann nicht, wenn sie digital mit wichtigen Stakeholdern verbunden sind. Wenn man jedoch die eigene, professionelle Glaubwürdigkeit und Privatsphäre bewahren möchte, muss man lernen, wie die eigenen Grenzen in den sozialen Medien gesetzt werden sollen und darauf achten, wen man zu welchem ​​​​Social Media Konto hinzufügt. 
Die häufigste Grenze ist die Kontrolle über persönliche Informationen. Diese Barriere können Sie zum Glück mittels Datenschutzeinstellungen schnell schaffen und auf Sie persönlich zuschneiden. Leider können Datenschutzeinstellungen jedoch nicht dazu beitragen, jene emotionalen Grenzen zu schaffen, die viele Menschen benötigen würden. Dazu gehört der Drang sofort auf Nachrichten zu antworten oder eine Benachrichtigung zu überprüfen, sobald sie auf dem Bildschirm erscheint. Oft wird hier ein digitales Verpflichtungsgefühl genannt, wie etwa der innere Druck Freundschaftsanfragen anzunehmen. Es ist deshalb wichtig, bereits frühzeitig die Grenzen für Online-Interaktionen zu setzen und zu leben. Natürlich kann es für einige schwieriger sein, diese Art von Grenzen zu schaffen, denn viele nutzen soziale Medien nicht nur zum Spaß, sondern aus beruflichen Gründen – und wenn Ihr Einkommen von Ihrer Fähigkeit abhängt, sich online zu vermarkten, wird es schwieriger, Ihr reales von Ihrem digitalen Leben zu trennen. Wie können Grenzen nun konkret aussehen? 

Digitale Grenzen setzen

Sagen Sie Nein: Sie müssen nicht alle Freundschaftsanfragen auf Facebook oder Verbindungsanfragen auf LinkedIn annehmen. Wenn Sie die Person nicht kennen oder nicht glauben, dass die Verbindung für Sie von Vorteil ist, fügen Sie diese Person nicht zu Ihrem Social Media Konto hinzu. Lernen Sie „Nein“ zu sagen.
Seien Sie professionell: Trennen Sie Ihr berufliches von Ihrem persönlichen Netzwerk. Sie müssen nicht mit all Ihren Arbeitskollegen oder Kunden auf Facebook & Co befreundet sein. Sein Sie auch bei Ihrem digitalen Freundschaftskreis wählerisch. 
Suchen Sie bei Missverständnissen das Gespräch: Es passiert leider sehr schnell, Nachrichten oder Kommentare falsch zu interpretieren. Im virtuellen Bereich fehlen Mimik und Gesten, um unser Gegenüber richtig einschätzen zu können. Wenn Sie sich bezüglich einer Nachricht einer Person nicht sicher sind, bitten Sie um eine persönliche Klarstellung. Wenn Sie sich durch ein scheinbar angriffiges Kommentar beleidigt fühlen, sollten Sie ebenfalls direkt mit dieser Person sprechen.
Posten Sie bewusst: Viele Berufstätige betrachten Social Media mittlerweile als Erweiterung ihrer Arbeits-E-Mail und so kann es oft zu Missverständnissen kommen. Den Kommentar oder die Nachricht zu löschen bringt nichts, denn Screenshots konservieren schlecht gewählte Formulierungen. Achten Sie daher auf Ihre Wortwahl und versetzen Sie sich auch immer in die Lage der anderen Person und überlegen Sie, wie Sie sich fühlen würden. 
Wenn Ihr Unternehmen über Social Media Richtlinien verfügt, lesen Sie diese: Die meisten Unternehmen haben bereits Reputationsrisikoklauseln, die E-Mail-Richtlinen enthalten. Manche gehen einen Schritt weiter und regulieren mit der Klausel auch Social Media Richtlinen. Erkundigen Sie sich bei der Personalabteilung nach Grauzonen und lassen Sie sich diese schriftlich oder per E-Mail bestätigen.
Ändern Sie Ihre innere Haltung: Gehen Sie soziale Medien so an, wie Sie es mit Ihrer psychischen Gesundheit tun würden. Treten Sie einen Schritt zurück, beobachten Sie und überlegen Sie, ob die Gefühle, die ein Beitrag in Ihnen auslöst, Sie morgen, in einem Monat oder in einem Jahr beeinflussen werden. Oft werden Sie feststellen, dass dies nicht der Fall ist. In diesen Fällen ist es Ihre Zeit nicht wert, einen Beitrag Einfluss auf Ihre Gefühle und Ihre Stimmung nehmen zu lassen. 

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