Mittwoch, 09 Juni 2021 15:07

Instagram gewährt Einblick – Viele Algorithmen am Werk

Instagram gewährt Einblick – Viele Algorithmen am Werk © Shutterstock

Wie arbeitet der Instagram Algorithmus? Was analysiert er? Was steuert er? Kann man ihn beeinflussen? Instagram-CEO Adam Mosseri bringt in seinem gestern veröffentlichten Blogpost etwas Licht in die Sache.

The one and only?

Instagram ist kein Märchenbuch. „Den einen“ gibt es nicht, stellt Mosseri gleich klar, mehrere Algorithmen arbeiten zusammen. In jedem Bereich der App – ob Feed, Stories, Explore oder Reels – werkt ein eigener Algorithmus.

Feed & Stories: But first my besties

Grundsätzlich findet man im Feed Posts von Accounts, denen man folgt. Instagram Users wollen vorrangig Posts und Stories ihrer engsten Freunde, Familie beziehungsweise eng verbundener Accounts sehen. „Das haben wir in den vergangenen Jahren gelernt“, so der Instagram-CEO. Dafür gibt es sogenannte „Signals“ und zwar tausende. Mosseri verrät die wichtigsten davon:

  • Infos zum Post
    Berücksichtigt wird hier etwa, zu welcher Uhrzeit gepostet wurde, ob eine Location getagged wurde und wie viele Personen ihn geliked oder kommentiert haben.
  • Infos über die Person, die gepostet hat
    Wie oft User in den vergangenen Wochen mit dieser Person interagiert haben, spielt zum Beispiel eine Rolle.
  • Deine Aktivitäten
    Aufgrund deiner abgegebenen Likes, wird abgeschätzt, welche Posts für dich interessant sein können.
  • Deine Geschichte mit der postenden Person
    Hast du öfters Posts dieser Person geliked oder kommentiert, zeigt dir Instagram deren Inhalte in Zukunft häufiger.

Im Feed achtet Instagram am meisten auf diese fünf Dinge: Verweildauer, Likes, Kommentare, Speichern von Posts und Anklicken des Profilbildes. Entsprechend hohe Interaktion mit Posts einer Person führen – wie oben erwähnt – dazu, dass du diese Posts häufiger siehst. Jedoch vermeidet Instagram mehrere Posts einer Person untereinander im Feed anzuzeigen. Um herauszufinden, was dem User aktuell gefällt, fügt Instagram immer wieder neue Signals hinzu oder entfernt welche.

Explore: From dumplings to dim sum

Ganz anders sieht die Sache auf der Explore Page aus. Ins Leben gerufen hat Instagram sie, damit „User neue Dinge entdecken können“. Auch hier spielen Signals wieder eine große Rolle. Als Beispiel bringt Mosseri hier „dumplings und Dim Sum“: Sagen wir, du likest ein Foto von Knödeln. Dann geht Instagram her und schaut, welche anderen Accounts dieses Foto ebenfalls geliked haben und welchen Accounts diese wiederum folgen. So kann es also passieren, dass dir in Explore das nächste Mal Fotos von Dim Sum angezeigt werden. In welcher Reihenfolge dir hier Posts vorgeschlagen werden, wird von ähnlichen Signals wie im Feed bestimmt, nur sind sie anders gerankt:

  • Infos zum Post
  • Deine Geschichte mit der postenden Person
  • Deine Aktivitäten
  • Infos über die Person, die gepostet hat

Reels: Love to entertain you

Reels sind für Werbetreibende ein heißes Thema. Mit der Funktion im Instagram Stories Kamera-Menü kann man kurze, unterhaltsame Videos machen, mit Musik hinterlegen und so Produkte modern und ansprechend vermarkten. In erster Linie wurde die Funktion jedoch zur Unterhaltung eingeführt: „Reels is designed to entertain you”, schreibt der Instagram-CEO in seinem Blog. Mittels Umfragen stellt Instagram fest, ob ein User ein Reel unterhaltsam oder lustig findet. Hier schaut Instagram aber auch auf Interaktionen, wie etwa: wurden Reels komplett angesehen, wieviele Likes hat es geregnet und ob User auf die Audio-Page des Reels gegangen sind. Die wichtigsten Signals bei Reels im Ranking:

  • Deine Aktivitäten
  • Deine Geschichte mit der postenden Person
  • Infos zum Reel
  • Infos über die Person, die gepostet hat

 

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