Dienstag, 29 Juni 2021 16:18

Digital Visibility Report 2021: Amazon, das Alphatier

Digital Visibility Report 2021: Amazon, das Alphatier © Thaspol Sangsee / Shutterstock.com

Der Digital Visibility Report 2021 von Handelsverband und otago zeigt, welche Händler auf Google am sichtbarsten sind. Wie zu erwarten, führt Amazon auch heuer wieder in vielen Branchen an. Zusätzlich hat das Alphatier dieses Jahr auch in den Bereichen Fashion, Wohnen und Elektronik die Nase vorne. Den ersten Platz im Lebensmitteleinzelhandel hat sich Billa gesichert, in Sachen Heimwerken führt Obi vor Amazon.

Lebensmitteleinkauf: mehr online

Wie Covid-19 das Verhalten in der digitalen Welt verändert hat, zeigt sich besonders in der Kategorie Lebensmittel. Während 2020 die ersten vier Plätze mit großem Abstand von Rezeptplattformen belegt wurden, dominieren 2021 Supermarktketten. Auf dem zweiten Platz nach billa.at, folgt interspar.at (2020 noch auf Platz 14). Überraschend: an dritter Stelle ist Amazon. Unimarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Platz 16 auf Platz 5 verbessert.

Platzhirsch röhrt über alle Branchen hinweg

Als klarer Sieger der Studie geht aber wie gesagt Amazon hervor. Insgesamt 30 Ränge hat der Online-Riese über alle Warengruppen hinweg zugelegt. So ist er etwa Spitzenreiter in den Bereichen Bücher und Papierbedarf (vor Thalia), Sport und Freizeit (vor Intersport), Wohnen (vor XXXLutz) und Elektronik (vor MediaMarkt). Sogar im Bereich Fashion konnte der Platzhirsch den Vorjahressieger Zalando vom Treppchen holen und ihn sogar weit hinter sich lassen. In der Kategorie Drogerie, Kosmetik und Parfümerie belegt bipa.at nach Amazon den zweiten Platz (2020: Platz 8) und ist damit die Nummer Eins der Top-Omnichannel Retailer.

Digitale Standortfrage

„Für Erfolg im digitalen Handel braucht es mehr als einen Webshop“, stellt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes klar, und ergänzt: „Entscheidend ist die Sichtbarkeit für potenzielle Kunden. Die Standortfrage stellt sich – mehr denn je – nicht nur für Filialen, sondern auch für die Positionierung in der digitalen Welt. Je nach Altersgruppe recherchieren zwischen 64 und 80 Prozent der Konsumenten vor dem Kauf von Produkten über Suchmaschinen.“

Die Wichtigkeit der Sichtbarkeit

„Die größte und mit Abstand beliebteste Suchmaschine ist Google – 94 Prozent der Österreicher suchen und finden hier Produkte wie Dienstleistungen. Auch in Zukunft wird sich diese Entwicklung fortsetzen“, ist Markus Inzinger, Eigentümer von otago, überzeugt: „Wer online nicht sichtbar ist, wird nicht gefunden und kann im Webshop keine Abschlüsse machen. Eine vertane Chance, denn E-Commerce boomt und ist gekommen, um zu bleiben.“

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